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Teuerungen bei Verbraucherpreisen: Rohstoffe, Heizöl und Treibstoffe schlagen am stärksten zu Buche

Preisentwicklung bei Lebensmitteln hat inflationsdämpfende Wirkung

VPI-Entwicklung-GESAMT-NM-1987-2012
In der aktuellen medialen Berichterstattung wird fälschlicherweise der Eindruck vermittelt, die Preisentwicklungen bei Lebensmitteln seien für die Inflation hauptverantwortlich. Das ist unrichtig. Die aktuellen Zahlen ergeben ein anderes Bild: Steigerungen bei Rohstoff-, Energie- und Transportkosten sind die wahren Preistreiber und tragen die Verantwortung für die Teuerungen der vergangen Monate. Diese stellen – ebenso wie für die Haushalte der Österreicher und Österreicherinnen – auch für die Lebensmittelhersteller eine Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund wehren sich die heimischen Produzenten dagegen, dass Lebensmittel als „Preistreiber“ an den Pranger gestellt werden.

Die Aufgabe der Lebensmittelhersteller ist es, bei bester Qualität und angemessener Preisgestaltung eine Balance zwischen folgenden Rahmenbedingungen herzustellen: Einerseits können die Lebensmittelhersteller die höheren Rohstoff-, Energie- (Gas, Heizöl, Strom) und Transportkosten (Treibstoff, Frachtkosten, LKW-Maut) an den österreichischen Lebensmitteleinzelhandel kaum – und wenn, dann nicht zeitnahe und in ausreichendem Maße – weitergeben. Auf der Beschaffungsseite nehmen insbesondere bei den Agrarrohstoffen die Risiken, Unsicherheiten, Mengen- und Preisschwankungen sowie die Abhängigkeit der Lebensmittelhersteller von den Weltmärkten zu. Zusätzlich müssen die heimischen Produzenten der hohen Konzentration des österreichischen Lebensmitteleinzelhandels und seinem enormen Preis- und Konditionendruck begegnen. Denn die galoppierende „Aktionitis“, laufende „Tiefpreisfeuerwerke“ und „Bestpreisgarantien“, der Aufschwung der Eigenmarken und die starke Rolle der Diskonter bescheren den Lebensmittelherstellern ein schwieriges Umfeld.

Weiters hat der durchschnittliche Anteil der monatlichen Haushaltsausgaben für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke mit derzeit knapp 12 Prozent den historisch niedrigsten Wert in Österreich erreicht. Die niedrige Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln ist auch daran erkennbar, dass laut Lebensministerium pro Haushalt und Jahr Lebensmittel im Wert von durchschnittlich 300 Euro im Müll landen!

Die heimischen Lebensmittel- und Getränkeerzeuger verwehren sich vehement dagegen, immer wieder für die Steigerung der Lebensmittelpreise und damit generell für die Inflation in Österreich verantwortlich gemacht zu werden. Denn: Als Getriebene der beschriebenen Entwicklungen leiden sie selbst am meisten unter der aktuellen Teuerungssituation. Langfristig betrachtet haben die Preisentwicklungen bei Lebensmitteln und Getränken sogar eine inflationsdämpfende Wirkung (siehe beiliegendes Chart).

„Während Heizöl extra leicht 2012 beispielsweise um 8,3 Prozent und Treibstoffe um über 6 Prozent teurer wurden, wurden einige Produkte im Warenkorb Lebensmittel sogar günstiger. Wer da noch niedrigere Lebensmittelpreise und zusätzlich mehr Wettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel für die besten Lösungen hält, soll auch dazusagen, was das für die Lebensmittelqualität des heimischen Angebotes und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Erzeuger bedeutet“, resümiert Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin im Fachverband der Lebensmittelindustrie.

Insgesamt stehen die heimischen Lebensmittel- und Getränkehersteller für Produkte von hervorragendem Ruf und bester Qualität – auch international. Gleichzeitig sorgen die Lebensmittelhersteller für rund 27.000 Arbeitsplätze, setzen beträchtliche Impulse und leisten wertvolle Investitionen in den Wirtschaftsstandort Österreich.

Weitere Informationen:  www.dielebensmittel.at

pdfVPI-Entwicklung-GESAMT-NM-1987-2012.pdf

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