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Fachverband zur Halbzeit 2013 optimistisch beim Export von Lebensmitteln und Getränken

Koßdorff: 5,8% Wachstum macht Hoffnung auf erfreuliches Jahresergebnis

 

Seit dem EU-Beitritt Österreichs konnten die Exporte von Erzeugnissen der Lebensmittelindustrie um 440 % gesteigert werden (von 959 Mio. € auf 5,2
Mrd. €). Die gesamte Wirtschaft Österreichs konnte in diesem Zeitraum ihre
Exportleistung um „nur" 193 % steigern. Die 222 Unternehmen der
österreichischen Lebensmittelindustrie erwirtschafteten im Jahr 2012 ein
Produktionsvolumen in Höhe von 7,8 Mrd. € (+ 2,0 % gegenüber 2010). Die Branche
bietet 27.000 Menschen Arbeitsplätze.

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Dazu stellte Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der
Lebensmittelindustrie, erfreut fest: „Im ersten Halbjahr 2013 erzielte die
österreichische Lebensmittelindustrie ein Wachstum von + 4,3 % gegenüber dem
vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit erwirtschaftete die Branche einen
Umsatz in Höhe von fast 4 Mrd. €. Auch im Export setzt sich im 1. Halbjahr 2013
der erfreuliche Aufwärtstrend von österreichischen Erzeugnissen der
Lebensmittelindustrie fort: Zuwächse um + 5,8 % bzw. + 148 Mio. € auf 2,7 Mrd.
€ sind trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf vielen Exportmärkten gute
Ergebnisse für eine optimistische Halbzeitbilanz."

Die Steigerung der Exportquote der österreichischen Lebensmittelindustrie von
knapp 17 % im Jahr 1995 auf derzeit deutlich über 60 % unterstreicht die
Ausnahmeleistung dieser Branche. Bereits zwei von insgesamt drei Erzeugnissen
der österreichischen Lebensmittelindustrie werden auf Exportmärkten umgesetzt.
Österreich mauserte sich damit zum Schwergewicht beim Lebensmittel- und
Getränke-Export in „rot-weiß-rot". Immer mehr Konsumenten in 180 Ländern der
Welt entdeckten in dieser Zeit die hohe Qualität, die beeindruckende Vielfalt
und den besonderen Genuss österreichischer Lebensmittel. Und die Händler rund
um den Globus wissen, dass rot-weiß-rote Qualität und Genuss halten was sie
versprechen.

Exportgeschäft bleibt weiterhin wichtiger Wirtschaftsfaktor

Zu unseren „Exportkaisern" zählen neben Energy-Drinks, Limonaden und Eistees
weiterhin Süßwaren sowie Feinbackwaren und Spezialitäten der österreichischen
Mehlspeisküche. Entscheidend zum Erfolg der österreichischen Lebensmittel im
Ausland tragen auch Käse, Fruchtsäfte, Joghurts, Wurst- und
Fleischzubereitungen bei.

Deutschland steht als Zielmarkt mit einem Exportvolumen von 881 Mio. € (+ 9,9
%) im ersten Halbjahr 2013 weiterhin unangefochten an erster Stelle im
Länderranking. Auf den weiteren Plätzen folgen Italien (237 Mio. € / + 11,7 %),
die USA (200 Mio. € / - 19,0 %), die Schweiz (131 Mio. € / + 11,5 %) und Ungarn
(91 Mio. € / + 22,4 %).

Der Wettbewerbsdruck auf vielen Auslandsmärkten ist hoch, und wichtige EU- bzw.
Drittlandsmärkte gestalten sich zunehmend schwieriger. Rückgänge durch die
Finanzkrise 2012 scheinen überwunden zu sein. Exporte von Erzeugnissen der
österreichischen Lebensmittelindustrie konnten auf dem europäischen Markt in
den ersten sechs Monaten 2013 um 9,7 % auf 2,1 Mrd. € deutlich zulegen.
Immerhin 80 % der Exporte von Erzeugnissen der österreichischen Lebensmittelindustrie
werden hier abgesetzt.

Forderung nach weiterem Flankenschutz bei künftigen Exportbemühungen

Österreichische Exporteure von Lebensmitteln und Getränken brauchen auch
weiterhin Unterstützung bei ihren Aktivitäten auf den Auslandsmärkten, um diese
auszubauen. Der Export ist und bleibt mehr denn je Wachstumstreiber und
Jobgarant für den Produktions- und Exportstandort Österreich. Die
Exportoffensiven des Wirtschafts- und Landwirtschaftsministeriums sollten daher
im Interesse aller österreichischen Exporteure in der bewährten Qualität und im
bisherigen Umfang - zeitlich unbegrenzt – fortgesetzt werden.

Lebensmitteleinzelhandel im Kampf um Marktanteile

Der Konzentrationsprozess im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel (LEH)
hält weiterhin ungebrochen an. Die drei größten Handelsunternehmen in
Österreich (Rewe/Billa, Spar, Hofer) zusammen erreichen einen Marktanteil von
rund 85 %. Diese Handelskonzentration ist eine der höchsten in Europa. Auch der
Anteil an Eigenmarken des LEH steigt laufend weiter an, was von der
Lebensmittelwirtschaft mit großer Sorge verfolgt wird. Schließlich verlieren
österreichische Hersteller durch Eigenmarken des Handels ihr Gesicht, und
Regalflächen im LEH und geraten zunehmend unter Druck, durch andere Hersteller
ersetzt zu werden.

Rohstoff-, Energie- und Transportkosten bereiten Sorge

Zusätzlich bedeuten steigende Rohstoff-, Energie- und Transportkosten große
Herausforderungen für die Lebensmittelbranche. Klimawandel und Wetterkapriolen,
globale Warenströme, internationale Mengen- und Preisschwankungen (z.T. durch
Spekulationen) geben Anlass zur Sorge. Eine Entspannung bei Rohwarenpreisen ist
langfristig nicht in Sicht. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen daher mit
moderaten Preissteigerungen bei Lebensmitteln rechnen. Obwohl sich
„Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" in den ersten acht Monaten 2013 um
3,7 % (Allgemeiner Verbraucherpreisindex VPI: + 2,2 %) gegenüber dem
vergleichbaren Vorjahreszeitraum verteuert haben, bleibt der VPI für
„Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" langfristig (seit 1987) deutlich
hinter dem allgemeinen Preisanstieg zurück.

Infolge des harten Wettbewerbs sinkt der Anteil von Lebensmitteln und
alkoholfreien Getränken an den monatlichen Verbrauchsausgaben der
österreichischen Haushalte. Lag der Wert lange bei 12 %, ist er nach
Berechnungen von Eurostat für das Jahr 2011 bereits unter 10 % gefallen,
während er in Deutschland bei 11,5 % lag.

Wertediskussion statt Wertevernichtung

Österreichische Lebensmittel sind wertvoll und kostbar, auf 180 Exportmärkten
beliebt und geschätzt und gehören nicht in den Müll. Der Fachverband der
Lebensmittelindustrie unterstützt daher aktiv die Initiative des
Lebensministeriums „Lebensmittel sind kostbar". Viele Unternehmen der
österreichischen Lebensmittelindustrie haben bereits Maßnahmen ergriffen, um
wirkungsvoll Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Koßdorff abschließend: „Unsere
qualitativ hochwertigen und sicheren Lebensmittel haben sich einen höheren
Stellenwert in unserer Gesellschaft verdient."

Rückfragen:
Fachverband der Lebensmittelindustrie
Mag. Katharina Koßdorff
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DI Oskar Wawschinek MAS MBA
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