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Aromen in Lebensmitteln sind sicher und gesetzlich klar geregelt

Koßdorff: Diffamierung und Verunglimpfung statt seriöse Information sind der falsche Weg

 

Seriöse Informationen über Lebensmittel sind wichtig,  damit die Konsumentinnen und Konsumenten mehr über die Qualität,  Sicherheit und den Genuss von Lebensmittel erfahren. Seriöse  Berichterstattung lässt der Artikel über Aromen in der letzten  Ausgabe des Magazins NEWS freilich komplett vermissen. "Der  NEWS-Artikel ist tendenziös und strotzt vor fachlichen Fehlern und  falschen Behauptungen. Die Journalisten müssen sich den Vorwurf  gefallen lassen, schlecht recherchiert zu haben. Nur so ist diese an  bewusste Verbrauchertäuschung grenzende Quoten-Berichterstattung zu  erklären", ist Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des  Fachverbandes der Lebensmittelindustrie, verärgert. Tatsache ist:  Aromen in Lebensmitteln sind sicher. Ihr Einsatz in Lebensmitteln ist  gesetzlich seit vielen Jahren klar geregelt.

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Was wäre Kaffee ohne den Duft der gerösteten Kaffeebohnen, was  wären Braterdäpfel ohne den Geruch von knusprig gebratenen  Erdäpfelstückchen oder Vanillekipferl ohne Vanillegeschmack? Gerüche  und Aromen machen das Essen und Trinken zum Genuss. Seit Menschen  Lebensmittel verarbeiten, nutzen sie Gewürze und Techniken zur  Aromatisierung, sei es beim Marinieren von Fleisch, beim Würzen von  Soßen, beim Räuchern, Braten, Kochen oder Backen. Aromen verleihen  auch der regionalen Küche ihren ausgewählten Geschmack, ob  asiatische, italienische oder österreichische Spezialitäten. Ohne  Aromen und Gewürze würde jede Speise weltweit gleich schmecken.

Klare europäische Gesetzgebung

Die Herstellung, Verwendung und Kennzeichnung von Aromen bei  Lebensmitteln ist seit Jahren klar geregelt. Was der Artikel  großspurig als "Hilfe zum Erkennen von Qualität" anbietet, ist nichts  anderes als die Beschreibung der geltenden Vorschriften. Tatsache  ist: Jeder Hersteller prüft im Zuge seines Qualitätsmanagements die  Sicherheit seiner Lebensmittel und Inhaltsstoffe wie Aromen sowie die  Korrektheit seiner Angaben auf der Verpackung. Dabei wird er von der  amtlichen Lebensmittelkontrolle und im Rahmen von Zertifizierungen  auch von unabhängigen externen Auditoren überprüft. Die Behauptung im  Titel des Artikels, die Kontrolle von Gesetzen durch die  Lebensmittelwirtschaft sei eine "Natur-Lüge", ist schlichtweg  unseriös. "Das ist bewusste Diffamierung, die der Fachverband klar  und entschieden ablehnt", so Koßdorff.


Aus der Reihe der Falschbehauptungen einige Beispiele: Die  Aussage, Apfelsaft sei lediglich ein "Dialog zwischen Wasser und  anderen Aromen" ist schlicht falsch. Apfelsaft besteht immer zu 100 %  aus Saft, wird ausschließlich aus Äpfeln hergestellt und enthält  ebenso wie Fruchtnektar keine fruchtfremden Aromen. Unter der  Sachbezeichnung "Himbeer-Nektar" gibt es freilich keine Produkte am  Markt. Ein als Nektar bezeichnetes Lebensmittel muss den  erforderlichen Fruchtsaftanteil aufweisen und darf selbstverständlich  keine zugesetzten fruchtfremden Aromen enthalten. Hier werden im  Artikel Produktkategorien wahllos durcheinander gemixt. Das gilt auch  für die Aussage, Himbeerjoghurt werde ohne Himbeere produziert. Dazu  gibt es klare Vorgaben für den Fruchtanteil im Österreichischen  Lebensmittelbuch. Auch die Darstellung natürlicher  Herstellungsverfahren als "industrielle Züchtung von Schimmelpilzen"  zeugt von mangelhafter Recherche. Schimmelpilze werden schlicht nicht  als Ausgangsmaterial für Aromen eingesetzt. Vielmehr ist richtig,  dass Lebensmittel, einschließlich Aromen, mithilfe von  Mikroorganismen hergestellt werden können. Dieses Verfahren nennt man  Fermentation. Ohne diese gäbe es keinen Camembert und auch keine  Trockenbeerenauslese. Ohne Hefen gäbe es zB keinen Wein und kein  Bier, ohne Essigsäurebakterien keinen Essig und ohne  Milchsäurebakterien kein Joghurt. Mikroorganismen spielen also  traditionell seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle bei der  Herstellung unserer Lebensmittel. Früher kamen die mikrobiologischen  Prozesse zufällig in Gang. Aber der Mensch hat gelernt,  Mikroorganismen zielgerichtet und kontrolliert einzusetzen.

Information frei verfügbar

Zum Glück muss sich niemand auf publizierte Mythen und urban  legends verlassen. Seriöse und umfassende Informationen über Aromen  sind reichlich vorhanden und im Internet frei verfügbar: Von den  gültigen gesetzlichen Regelungen ("Aromenverordnung") bis zu  fachlichen Aspekten von Aromen bzw. deren Herstellung reicht das  Spektrum. Eine eigene EU-Datenbank listet alle gesundheitlich  bewerteten und freigegebenen 2.100 Aromastoffe detailliert auf.


Die Links dazu:

 

Konsumentinnen und Konsumenten haben auch die Möglichkeit, die  Informationen auf den Verpackungen als Entscheidungshilfe zu  verwenden und bei jedem Kauf zu entscheiden, ob sie ein Lebensmittel  mit oder ohne Aroma bevorzugen.

Koßdorff abschließend: "Als Fachverband legen wir großen Wert  darauf, umfassendes, rechtlich und wissenschaftlich abgesichertes  Wissen über Lebensmittel zur Verfügung zu stellen. Unsere Experten  geben gerne Informationen weiter, um dieses Wissen im Rahmen von  ausgewogener Berichterstattung allen Interessierten zugänglich zu  machen."

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Stellenwert der Lebensmittelwirtschaft in Österreich - Über den Fachverband

Die Lebensmittelindustrie zählt zu Österreichs wichtigsten  Industriezweigen und sichert im Interesse der Konsumentinnen und  Konsumenten tagtäglich die Versorgung mit sicheren, qualitativ  hochwertigen und leistbaren Lebensmitteln und Getränken.  Die rund 200 meist mittelständischen Unternehmen der österreichischen  Lebensmittelindustrie mit ihren 26.400 Beschäftigten erwirtschafteten  im Jahr 2013 ein Produktionsvolumen in Höhe von 8 Mrd. Euro.  Lebensmittel "Made in Austria" werden in 180 Länder der Welt  exportiert.

Der Fachverband unterstützt seine Mitglieder durch umfassende  Informationsangebote, Beratungsleistungen und internationale  Vernetzung dabei, weiterhin Lebensmittel mit dem gewohnt hohen Grad  an Qualität, Sicherheit und Genuss anbieten zu können.

Rückfragehinweis:
Mag. Katharina KOSSDORFF
Geschäftsführerin im Fachverband der Lebensmittelindustrie
Tel.: +43/1/712 21 21 - 14
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


DI Oskar WAWSCHINEK MAS MBA   
Pressesprecher im Fachverband der Lebensmittelindustrie
Mobil: +43 664 545 63 50
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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