Gesunde Zähne

Zahnschäden werden von Bakterien verursacht, die von Natur aus in Mund vorhanden sind. Diese winzigen Organismen bilden einen klebrigen, durchsichtigen, weichen Belag über den Zähnen, der „Plaque“ genannt wird. Plaque bildet sich von selbst auf sauberen Zähnen, auch wenn keine Speisen im Mund sind. Kohlenhydrate aus Nahrungsmitteln fördern jedoch die Bildung von Plaque, die sich auf den Zähnen ablagert, bis sie weggeputzt oder weggebürstet wird.

Wodurch treten Zahnschäden auf?

Beim Konsum von kohlenhydrathältigen Speisen (Stärke oder Zucker) wandeln die Bakterien Kohlenhydrate in Säuren um, die mit der Zeit den Zahnschmelz, also die harte Außenschicht der Zähne, auflösen. Hat dieser Prozess einmal begonnen, greift die Schädigung auch auf die inneren Schichten der Zähne über und kann nur mit einer professionellen Zahnbehandlung gestoppt wer- den. Solange die Zähne mit Kohlenhydraten in Kontakt sind, bildet sich ständig solche Säure, die weitere Schäden verursacht. Entscheidend ist also vor allem, wie häufig Kohlenhydrate konsumiert werden und vor allem wie lange sie im Mund verweilen, und weniger die Gesamtmenge.

Mundhygiene und Fluor

Zahnärzte weisen uns jedoch darauf hin, dass der wichtigste Faktor eine gute Mundhygiene ist, das heißt zwei Mal täglich Zähneputzen und regelmäßige Reinigung mit Zahnseide zum Entfernen der Plaque sowohl von den Zahnflächen als auch zwischen den Zähnen. Auch die ausreichende Versorgung mit Fluor gehört zur Zahnpflege. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Fluor ein höchst effizientes Mittel zur Reduktion und Vorbeugung von Zahnschäden darstellt. Benutzen Sie deshalb unbedingt eine Zahnpaste, die Fluor enthält.

Fluor ist ein Mineral, das sich im Zahnschmelz mit Kalzium und Phosphor verbindet und den Zähnen zu mehr Widerstandsfähigkeit verhilft. Neuere Studien haben auch belegt, dass Fluorid sogar dazu beitragen kann, Zahnschmelzabbau - der am Anfang einer Zahnschädigung steht - in einem frühen Stadium rückgängig zu machen.

In gewissen Gegenden wird das Leitungswasser mit Fluor angereichert. Falls dies nicht der Fall ist, kann Ihr Zahnarzt Ihnen oder Ihren Kindern einen Fluorzusatz oder eine Fluorbehandlung empfehlen.

Nahrungsmittel und Zahnschäden

Früher glaubte man, Saccharose sei der einzige Zucker, der Löcher in den Zähnen verursache. In Wirklichkeit tragen aber sämtliche Zuckerformen, also auch Traubenzucker, Fruchtzucker, Melassen und Honig zur Bildung von Plaque und Säure auf den Zähnen bei. Einfach gesagt können im Mund alle Zuckerarten den Kariesprozess auslösen.

Neuere Forschungsergebnisse in der Zahnforschung haben auch gezeigt, dass alle Kohlenhydrate Zahnschäden verursachen können. Stärke kann von den Bakterien im Mund ebenso wie Zucker in Säure umgewandelt werden. Tests haben gezeigt, dass Brot und Früchte ebenso wie Kuchen und Süßigkeiten Zahnschäden verursachen können.

Es wäre jedoch unrealistisch, Kohlenhydrate völlig vom Speiseplan zu streichen. Wichtiger als die insgesamt konsumierte Menge ist die Häufigkeit der Kohlenhydrataufnahme und die Verweildauer im Mund. Werden kohlenhydrathaltige Speisen und Getränke zu oft im Laufe eines Tages konsumiert, kann dies bei anfälligen Menschen zu Zahnschäden führen. Es ist auch zu beachten, dass Speisen, die an den Zähnen kleben bleiben oder Essensreste im Mund mit größerer Wahrscheinlichkeit Schäden verursachen als Nahrungsmittel, die nur kurz im Mund sind. In einer Untersuchung zeigte sich, dass Personen, die während zwei Jahren gesüßte Getränke zu den Mahlzeiten zu sich nahmen, nicht mehr Zahnschäden hatten als Vergleichspersonen mit einer zuckerarmen Diät. Andererseits hatten jene Versuchspersonen, die zwischen den Mahlzeiten klebrige Kohlenhydrate aßen, mehr Löcher in den Zähnen.

Erfrischungsgetränke und Zahnschäden

Da zuckerhaltige Erfrischungsgetränke flüssig sind und nur für kurze Zeit im Mund behalten werden, sind Sie für die Zähne weniger schädlich als andere zuckerhaltige Speisen.

Eine Frage, die oft gestellt wird, lautet, ob Erfrischungsgetränke die Zähne angreifen oder auflösen. Dies befürchten viele Leute, nachdem Sie von einem Versuch gehört haben, bei dem ein Zahn zerfressen wird oder sich auflöst, wenn er während mehrerer Tage in einem Erfrischungsgetränk verbleibt. Leider geben solche Experimente keineswegs das wieder, was im Mund geschieht und beunruhigen die Menschen nur unnötig.

Wird ein Zahn in eine saure Lösung gegeben, zum Beispiel in ein Erfrischungsgetränk oder einen Fruchtsaft und während mehrerer Tage darin belassen, kann er sich tatsächlich auflösen. Dies geschieht jedoch keinesfalls im Mund. Dort haben wir nicht tote, sondern lebende Zähne, die nur während einer sehr kurzen Zeit mit dem Erfrischungsgetränk in Berührung kommen und ständig von schützendem Speichel umspült werden, der die Säure neutralisiert und ihre Wirkung verringert.

Tipps zur Kariesvorbeugung

Zahnschäden können Sie also vorbeugen, indem Sie ein paar einfache Regeln beachten:

  • Achten Sie auf saubere Zähne und sauberes Zahnfleisch. Die Zähne sollten täglich zwei Mal mit einer Fluor-Zahnpaste und regelmäßig mit Zahnseide gereinigt werden. 
  • Gehen Sie regelmäßig zum Zahnarzt. 
  • Setzen Sie Ihre Zähne nicht zu lange Nahrungsmitteln aus, die vergärbare Kohlenhydrate enthalten.
  • Naschen Sie nicht den ganzen Tag! Versuchen Sie den Konsum von klebrigen Kohlenhydraten auf die Mahlzeiten zu beschränken (dann werden sie zum Teil durch andere Speisen und Getränke aus dem Mund gespült). 
  • Spülen Sie Ihren Mund mit Wasser oder kauen Sie einen zuckerfreien Kaugummi, wenn Sie nach dem Essen die Zähne nicht putzen können. 
  • Essen Sie viele verschiedene Nahrungsmittel aus allen Speisegruppen. Der Schlüssel zu einer ausgewogenen Ernährung und einem guten Allgemeinbefinden besteht darin, viele verschiedene Speisen in vernünftigen Mengen zu konsumieren.

Ratschläge für Säuglinge und Kleinkinder

  • Geben Sie Säuglingen und Kleinkindern nie eine Flasche mit gesüßtem Getränk ins Bett, auch nicht mit Fruchtsaft, Milch oder einem Babypräparat. In diesem Fall verlässt die Flüssigkeit den Mund nicht so schnell wie normal, da der Speichelfluss stark reduziert ist. Die Zähne werden deshalb der Flüssigkeit während längerer Zeit ausgesetzt. Bei diesem Kontakt mit kohlenhydrat- reichen Flüssigkeiten können Löcher in den Zähnen ent- stehen. Dasselbe Problem stellt sich bei einer Flasche, an der Kleinkinder den ganzen Tag nuckeln.
  • Mit Kindern sollten Sie zum Zahnarzt gehen, sobald sie die ersten Zähne bekommen. Der Zahnarzt kann Sie so rechtzeitig darüber informieren, wie Sie die Zähne Ihres Kindes pflegen sollten.
  • Eltern oder ältere Geschwister können jüngeren Kindern dabei helfen, zweimal täglich die Zähne zu putzen, damit dies zur guten Gewohnheit wird.
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