Zucker & Süßstoffe

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Süßstoffen: solche mit und solche ohne Nährwert. Aus der Sicht unseres Körpers liefern Süßstoffe mit Nährwert "Energie", ein Begriff, der definiert ist als "die Kraft oder Fähigkeit Arbeit zu verrichten". Die in Nahrungsmitteln enthaltene Energie wird oft mit den Wörtern "Kalorie" oder "Kilokalorie" in Verbindung gebracht, den Maßeinheiten also, in denen die Energiezufuhr gemessen wird, die ein Nahrungsmittel nach der Verdauung liefert.

Zucker

Die meisten Süßstoffe mit Nährwert fallen unter die allgemeine Bezeichnung „Zucker“. Die gängigste Substanz ist die Saccharose, die zur Nahrungsmittelherstellung und für Backwaren verwendet wird. Saccharose setzt sich aus zwei Zuckerarten zusammen: aus Fruktose (Fruchtzucker) und aus Glukose (Traubenzucker). Fruktose ist in Früchten und anderen Nahrungsmitteln zu finden, während Glukose von den Körperzellen verwendet wird, um Energie zu produzieren.

Im 19. Jahrhundert war Zucker ein Luxusartikel. Etwa vor 160 Jahren wurden in Europa die ersten Anlagen zur Verarbeitung von Zuckerrüben gebaut. Seither ist Zucker zu einem überall erhältlichen Massenprodukt geworden.

Auch Glukosesirup (ein weiterer Süßstoff mit Nährwert) mit hohem Fruktose-Anteil kann für die Herstellung von Erfrischungsgetränken verwendet werden. Dieser Sirup wird bei der Hydrolyse von Maisstärke gewonnen. 'Entdeckt' wurden diese Sirupe während der Napoleon-Kriege, als die Briten gegen Europa eine Seeblockade verhängt hatten. Da die Zuckerlieferungen von den Westindischen Inseln lahmgelegt waren, wurde nach einem alternativen Süßstoff gesucht. Ein Durchbruch gelang 1811, als der deutsche Wissenschafter Kirchoff zeigte, dass beim Kochen von Weizenstärke in verdünnter Säure ein süßer Sirup gewonnen werden kann. Der Prozess wurde weiterentwickelt und wird heute weltweit angewandt.

Intensive Süßstoffe ohne Nährwert

Auch Menschen, die an Diabetes leiden oder eine Diät machen, möchten süße Nahrungsmittel konsumieren. Als Süßstoffe mit niedrigem Kaloriengehalt zur Verwendung in Lebensmitteln zugelassen wurden, eröffnete dies der Nahrungsmittelindustrie und Leuten, die zuckerfreie Produkte wünschten, viele Möglichkeiten. Dank Nahrungsmitteln, die zugelassene Süßstoffe enthalten, können heute auch Diabetiker süße Speisen genießen.

Aspartam

Der Süßstoff Aspartam ist einer Zufallsentdeckung zu verdanken. Chemisch gesehen ist Aspartam eine Substanz mit Nährwert, die auf den beiden Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin basiert, die vom Körper während der Verdauung abgebaut werden. Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweißen.


Aspartam ist etwa 180 – 200 Mal süßer als Saccharose. Da für die gewünschte Süße nur sehr wenig Aspartam benötigt wird und die darin enthaltenen Kalorien vernachlässigbar sind können Nahrungsmittel, die mit Aspartam gesüßt wurden,  als praktisch kalorienfrei betrachtet werden.

Aspartam wurde erstmals 1981 in Kanada und seither weltweit in über 90 Ländern zur Verwendung in Nahrungsmitteln zugelassen. Aspartam wird als einer der am gründlichsten getesteten Inhaltsstoffe in unseren Nahrungsmitteln angesehen. In mehr als 100 wissenschaftlichen Studien wurde bestätigt, dass es der Gesundheit nicht schadet.

Oft wird gefragt, weshalb auf aspartam-haltigen Produkten ein Hinweis auf das Vorkommen von Phenylalanin aufmerksam macht. Der Grund dafür ist eine seltene Erbkrankheit mit dem Namen Phenylketonurie (PKU), an der ein sehr kleiner Anteil der Bevölkerung leidet. Diese Leute können Phenylalanin nicht normal abbauen, sodass es sich im Blut sammelt. Leute mit dieser Krankheit müssen darauf achten, welche Mengen an Phenylalanin - sonst eine lebenswichtige Aminosäure für den menschlichen Organismus - aufnehmen, also auch, ob ein Erfrischungsgetränk diesen Stoff enthält. Deshalb ist auf aspartamhaltigen Erfrischungsgetränken ein entsprechender Hinweis angebracht.


Acesulfam-K

Acesulfam-K ist ein kalorienfreier Süßstoff ohne Nährwert, der 1967 entdeckt wurde. Er ist 130 bis 200 mal süßer als Saccharose. Acesulfam-K lässt sich gut lagern und ist dank seiner Stabilität ein idealer Süßstoff für die Verwendung in Süßstoffmischungen. Wie alle anderen intensiven Süßstoffe verursacht Acesulfam-K keine Zahnschäden und ist für Diabetiker geeignet.

Bei gründlichen Tests von Acesulfam-K wurden keine Nebenwirkungen festgestellt. Acesulfam-K ist in mehr als 80 Ländern zur Nahrungsmittelproduktion zugelassen, unter anderem in der Europäischen Union, den USA und in Kanada.

Cyclamat

Cyclamat ist ein kalorienfreier Süßstoff ohne Nährwert, der 1937 entdeckt wurde. Er ist etwa 30 Mal süßer als Saccharose. In fast 80 wissenschaftlichen Untersuchungen wurde gezeigt, dass Cyclamat für die Verwendung in Nahrungsmitteln unbedenklich ist und für die menschliche Gesundheit kein Risiko darstellt. Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der Europäischen Union hat ebenfalls bestätigt, dass Cyclamat ohne Bedenken konsumiert werden kann.

Cyclamat ist gegenwärtig weltweit in mehr als 50 Länden zugelassen. Wie alle anderen intensiven Süßstoffe verursacht Cyclamat keine Zahnschäden und ist für Diabetiker geeignet.


Saccharin

Saccharin ist ein kalorienfreier Süßstoff ohne Nährwert, der 1879 entdeckt wurde. Er wird industriell seit der Jahrhundertwende zum Süßen von Speisen und Getränken genutzt. Saccharin ist etwa 300 bis 500 mal süßer als Saccharose. Saccharin wird seit einem Jahrhundert erfolgreich verwendet und ist wahrscheinlich der am gründlichsten untersuchte Nahrungsmittelzusatz überhaupt. Nebst vieler nationaler Gesundheitsbehörden haben auch das Joint Expert Committee on Food Additives (JECFA), die WHO/FAO (Weltgesundheitsorganisation und Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der UNO) und der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der Europäischen Union Saccharin für die Verwendung in Nahrungsmitteln und Getränken zugelassen.

Saccharin ist gegenwärtig weltweit in mehr als 90 Ländern zugelassen. Wie alle anderen intensiven Süßstoffe verursacht Saccharin keine Zahnschäden und ist für Diabetiker geeignet. Da es sehr stabil ist, sind mit Saccharin gesüßte Produkte gut haltbar.

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