Österreichischer Getränkemarkt 2024

Österreichischer Getränkemarkt 2024

Der Limonadenmarkt konnte 2024 einen Zuwachs von 3,4 Prozent verbuchen. Lightprodukte konnten ihren Anteil weiter ausbauen. Natürliches Mineralwasser aus heimischen Quellen erfreute sich weiterhin größter Beliebtheit. So wurden 699,3 Millionen Liter natürliches Mineralwasser für den heimischen Markt abgefüllt. Schlechte Nachrichten gibt es vom Fruchtsaftmarkt: dieser ist (im zweiten Jahr in Folge) zurückgegangen, 2024 um -5,3 Prozent.

Limonadenmarkt

Der gesamte Limonadenmarkt wies 2024 ein Plus von 3,4 Prozent auf. Die Gesamtproduktion stieg auf 7,868.600 hl. Der Inlandsmarkt ist um -5,9 Prozent zurückgegangen, die Exporte konnten – allerdings auf niedriger Basis – um 38,5 Prozent gesteigert werden. Lightprodukte konnten ihren Anteil weiter ausbauen und verzeichneten eine Steigerung um 14,6 Prozent. Stille Limonaden gingen um 1,4 Prozent zurück, der starke Rückgang im Inland konnte durch Steigerungen im Export beinahe abgefangen werden.

Bei den Sortenanteilen gab es von 2023 auf 2024 nur geringfügige Verschiebungen. Cola-Limonaden und Energiedrinks gingen leicht zurück, kommen aber dennoch auf Anteile von 43,7 Prozent (Cola) und 10,2 Prozent (Energiegetränke).

 

Mineralwassermarkt

Österreichs Mineralwasserabfüller ziehen eine Erfolgsbilanz: Es wurden 699,3 Mio. Liter natürliches Mineralwasser für den heimischen Markt abgefüllt, inklusive Export waren es 726,7 Millionen Liter. „Die Erfolgsbilanz 2024 zeigt, dass natürliches Mineralwasser – ob prickelnd, mit wenig oder ohne Kohlensäure – ein unverzichtbarer Teil einer ausgewogenen Ernährung der Österreicherinnen und Österreicher ist. Es freut uns sehr, dass Konsumentinnen und Konsumenten gerne zu natürlichem Mineralwasser aus heimischen Quellen greifen, ist doch Österreich ein Wasserland, das für die wertvollen Mineralquellen mit der jeweils einzigartigen Mineralisierung bekannt ist“, berichtet Herbert Schlossnikl, Sprecher des Forum Natürliches Mineralwasser, über das erfolgreiche Vorjahr.

Mit einem Marktanteil von 54 Prozent bleibt Mineralwasser mit Kohlensäure die unangefochtene Nummer Eins in Österreich: Jedes zweite konsumierte Mineralwasser enthält somit Kohlensäure. Doch auch Mineralwasser ohne Kohlensäure erfreut sich immer größerer Beliebtheit: Die stille Variante des Naturprodukts steigerte ihren Anteil am Gesamtabsatz auf 28 Prozent (+10 Prozent). Deutlich dahinter rangiert das „milde“ Mineralwasser mit geringerem Kohlensäureanteil mit 18 Prozent Marktanteil.

 

Fruchtsaftmarkt

Im Jahr 2024 ist der Fruchtsaftmarkt wie schon 2023 zurückgegangen, das Minus für den Gesamtmarkt über alle Kategorien betrug -5,3 Prozent. Bei detaillierter Betrachtung zeigt sich, dass das Minus in erster Linie die Nektare mit einem Rückgang von -18,5 Prozent betrifft. Säfte verzeichneten einen Rückgang von -11,0 Prozent. Fruchtsaftgetränke zeigten auch letztes Jahr ein Wachstum, das mit 18,9 Prozent sehr positiv ausfiel. Die Rückgänge in den Kategorien Saft und Nektar gehen vor allem auf das Minus bei den Orangenprodukten zurück, wo die Situation bei der Rohstofflage und den Preise schwierig ist.

Insgesamt liegt der Fruchtsaftmarkt bei einem Volumen von 1,617 Millionen hl, auf Säfte entfallen rund 44,8 Prozent, auf Fruchtsaftgetränke 23,3 Prozent, auf Nektare 17,9 Prozent und auf gespritzte Säfte 13,9 Prozent.

Getränkemarkt 2024

Getränkemarkt 2024