Limonadenmarkt
Der Limonadenmarkt zeigte 2025 insgesamt eine rückläufige Entwicklung. Die Gesamtproduktion sank um 454.000 hl bzw. -5,8 Prozent und fiel von 7,868,600 hl im Jahr 2024 auf 7,414.700 hl im Jahr 2025.
Besonders deutlich zeigte sich der Abwärtstrend bei den klassisch kohlensäurehaltigen Getränken. Die Kategorie CO₂ normal brach um 691.900 hl ein und verlor damit -11,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Gegensatz dazu entwickelte sich die Kategorie CO₂ light dynamisch. Mit einem Zuwachs von +12,3 Prozent stieg das Gesamtvolumen von 1,754.700 auf 1,971.000 hl. Besonders herausragend ist der Export, der um +67,9 Prozent zulegte und so stark wuchs, dass er maßgeblich zur Stabilisierung des Gesamtmarktes beitrug. Auch der Inlandskonsum zeigte sich stabil und wuchs moderat um +2,7 Prozent.
Die Kategorie Stille wuchs insgesamt leicht um +8,3 Prozent, was einem Plus von 24.700 hl entsprach. Besonders auffällig war der Inlandsmarkt, der um +43,4 Prozent zulegte. Der Export hingegen zeigte einen Rückgang von -3,3 Prozent.
Bei den Sortenanteilen bleibt Cola mit Abstand das dominierende Segment und baut seine Position weiter aus (von 43,7 Prozent auf 46,6 Prozent). Auch kleinere Kategorien wie Bitter und Zitrone legen leicht zu, ebenso die Sonstigen.
Demgegenüber verlieren mehrere Segmente an Bedeutung: Besonders deutlich ist der Rückgang bei Wellnessgetränken (von 10,9 Prozent auf 9,4 Prozent) sowie bei Energy Drinks und Orange. Auch Kräuter und Frucht geben leicht nach.
Mineralwassermarkt
Österreich bleibt ein Mineralwasserland: Insgesamt lag der Absatz der österreichischen Mineralwasserabfüller – inklusive Export – bei etwa 640 Millionen Litern. Die absatzstärkste Zeit des Jahres bleibt weiterhin der Sommer: Wie bereits in den Jahren zuvor wurde auch 2025 im Juli die größte Absatzmenge des Jahres erreicht. Pro Kopf wurden 2025 rund 74 Liter Mineralwasser konsumiert.
„Natürliches Mineralwasser aus heimischen Quellen ist seit Jahrzehnten ein fixer Bestandteil der österreichischen Trinkkultur. 2025 lag der Absatz um rund 12 Prozent unter dem Vorjahr, was unter anderem auf die Einführung des Einwegpfands auf PET-Flaschen sowie auf einen wetterbedingt schwächeren Sommer zurückzuführen ist. Das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in die Qualität und Herkunft von österreichischem Mineralwasser bleibt weiterhin hoch“, erklärt Herbert Schlossnikl, Sprecher des Forum Natürliches Mineralwasser.
Prickelnd bleibt die erste Wahl
Die Österreicherinnen und Österreicher greifen weiterhin am liebsten zu Mineralwasser mit Kohlensäure. Im Jahr 2025 entfielen 57 Prozent des Absatzes im Inland auf die prickelnde Variante. Stilles Mineralwasser erreichte einen Anteil von 28 Prozent, während Mineralwasser mit wenig Kohlensäure rund 15 Prozent ausmachte. Rund 64 Prozent der Export-menge entfielen auf Mineralwasser ohne Kohlensäure.
Der Mehrweganteil konnte deutlich gesteigert werden und lag 2025 bei 25,8 Prozent der Abfüllmenge. Zum Vergleich: 2024 lag er noch bei 20,5 Prozent, 2023 bei 19,8 Prozent. Bei den Verpackungsgrößen bleibt die 1,5-Liter-PET-Flasche mit Abstand die beliebteste Variante. Dahinter folgen die 1-Liter-Glasflasche sowie die 0,5-Liter-PET-Flasche.
Fruchtsaftmarkt
Die vorliegenden Daten zeigen, dass der Gesamtmarkt für Säfte, Nektare, fruchthaltige Getränke und gespritzte Saftprodukte im Jahr 2025 deutlich unter Druck stand. Mit einem Gesamtrückgang von 12 Prozent gegenüber 2024 verlor der Markt über alle Produktgruppen hinweg spürbar an Volumen.
Das Segment Fruchtsaf t blieb mit einem Anteil von 45,1 Prozent zwar das größte, verzeichnete aber einen Rückgang von 11,4 Prozent. Besonders betroffen waren volumenstarke Sorten wie Orange (–14,6 Prozent) und Apfel (–8,3 Prozent); die stärksten relativen Verluste zeigte jedoch Multivitamin (–23,5 Prozent). Lediglich die Rubrik sonstige Zitrusfrüchte steigerte sich leicht um 5,0 Prozent, blieb aber mengenmäßig klein. Das Segment Nektar, das 18,2 Prozent des Gesamtmarktes ausmachte, schrumpfte ebenfalls um 10,6 Prozent.
Das Segment der fruchthaltigen Getränke verlor insgesamt 7,0 Prozent, zeigte aber als einziges Segment bemerkenswerte Wachstumsimpulse bei bestimmten Sor-ten. So legten Apfel (+27,4 Prozent) und Orange (+59,2 %) deutlich zu.
Das Segment Gespritzte Säfte war mit einem Minus von -24,1 Prozent der größte Verlierer im Jahr 2025: Alle Sorten befan-den sich im zweistelligen Rückgang, besonders Johannisbeere (–28,0 Prozent) und Apfel (–24,8 Prozent).