2026-1

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Mitglieder der österreichischen Getränkewirtschaft,

unsere Branche hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, wie viel Innovationskraft, Verantwortungsbewusstsein und Anpassungsfähigkeit in ihr stecken. Auch unter wirtschaftlich herausfordernden Rahmenbedingungen ist es gelungen, funktionierende Kreislaufsysteme weiterzuentwickeln und die Versorgung der Konsumentinnen und Konsumenten verlässlich sicherzustellen.

Aktuell stehen erneut wichtige Rahmenbedingungen zur Diskussion, die für unsere Betriebe von großer Bedeutung sind. Dazu zählt insbesondere die geplante nationale Plastik-abgabe. Aus Sicht der Getränkewirtschaft ist es entscheidend, dass dabei differenziert vorgegangen wird und bestehende, gut funktionierende Pfand- und Recyclingsysteme angemessen berücksichtigt werden. Systeme, die hohe Sammel- und Recyclingquoten erreichen, leisten bereits heute einen wesentlichen Beitrag zu Umwelt- und Ressourcenschutz. Diese Leistungen sollten auch entsprechend anerkannt werden. Vor dem Hintergrund einer globalen Energiekrise und der damit verbundenen Auswirkungen auf Rohstoffe und Verpackungen sind neue Abgaben, die die Hersteller zusätzlich finanziell belasten, besonders kritisch zu bewerten – nicht zuletzt im Hinblick auf Kostenstruk-turen, Investitionsspielräume und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Getränke-wirtschaft. Umso wichtiger ist es, zusätzliche Kostentreiber durch neue Abgaben oder steigende Komplexität möglichst zu vermeiden.

Gleichzeitig bringt die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) neue Anforderungen mit sich, die unsere Unternehmen intensiv beschäftigen. Gerade im Bereich der Mehrwegsysteme – insbesondere bei Mehrweggetränkekisten – ist es wichtig, dass bewährte Lösungen weiterhin möglich bleiben und Planungssicherheit gegeben ist. Mehrweggetränkekisten sind ein zentraler Bestandteil der österreichischen Getränkewirtschaft und ein über Jahrzehnte etabliertes Erfolgsmodell, das auch künftig verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen braucht.

Als Verband verstehen wir uns dabei als konstruktiver Partner im Dialog mit Politik und relevanten Stakeholdern, mit dem Ziel, praxistaugliche und langfristig tragfähige Lösungen im Interesse der Branche mitzugestalten.
Abschließend noch ein Hinweis in eigener Sache: Mit dieser Ausgabe halten Sie die letzte gedruckte Ausgabe der Getränkezeitung in Händen. Ab Ausgabe 2/2026 erscheint die Getränkezeitung kostenlos und ausschließlich digital als PDF, als Rundschreiben an die Mitglieder des VGÖ sowie zum Download auf der Website des Getränkeverbands http://getraenkeverband.at


Viel Freude beim Lesen und auf ein persönliches Wiedersehen/Kennenlernen in Tirol anlässlich des „Getränkegipfels 2026“ am 16. und 17. September!
Herzlich,

Walter Scherb