2013-02

Titel 2013-2
Manchmal lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit, um die Gegenwart besser beurteilen zu können. Vor 30 Jahren stieg der Mineralwasserverbrauch in Österreich auf 355 Millionen Liter. Das entsprach einem Zuwachs von acht Prozent und wurde auf einen besonders heißen Sommer zurückgeführt. Man dachte, das sei ein nicht mehr wiederholbarer Spitzenwert. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag bei knapp über 47 Liter. Experten hielten es nicht für möglich, dass die „magische Grenze“ von 50 Litern jährlich jemals überschritten werden könnte.
Heute trinken Herr und Frau Österreicher pro Kopf 91,2 Liter Mineralwasser pro Jahr. Die Konsumenten kaufen jetzt nicht mehr einfach Wasser, sondern ein komplettes Lebensgefühl, bei dem Wohlfühlen, sich etwas Gutes tun, im Mittelpunkt steht.


Editorial 2013-2
Das ist natürlich auch auf veränderte Kommunikationsmöglichkeiten zurückzuführen. 1983 gab es statt Handys Festnetz, an Stelle von Mails wurden Briefe mit der Post verschickt, es gab in Österreich zwei Fernseh- und drei Radio-Programme. Ergänzt wurde das Nachrichten-Informationsangebot von gedruckten Zeitschriften und Zeitungen. Vom Internet mit Facebook, Twitter, Blog, Dialogforen gab es noch nicht einmal eine Vorstellung.
2013 kommt kein Getränkehersteller mehr am Netz vorbei. Wir müssen die Menschen dort erreichen, wo sie sich kommunikativ bewegen. Über Social Media kommen wir mit Konsumenten in Dialog, die wir früher nicht erreicht haben. Das eröffnet uns neue Möglichkeiten. Und das jeden Tag. Schöne, neue Welt.

 

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